17.2.-28.7.2024

Einblicke in westfälische Privatsammlungen

Die Motivationen für den Aufbau einer Kunstsammlung sind vielfältig. Ästhetisches Interesse, Investitionsgedanke, Prestigeaspekt, Förderung von Künstlern – was alle Sammler von Kunst vereinen dürfte, ist ihre nie versiegende Neugier und eine Leidenschaft für die Kunst. Sammeln ist ein steter beglückender Seh- und Lernprozess. Der kreativen Vision, der Schönheit und Ausdruckskraft der einzelnen Werke nachzuspüren, sie zu erkennen, zu erleben und sich mit ihnen auch im privaten Raum umgeben zu wollen, ist individueller Antrieb – auch eine Frage des Geldes, aber nicht immer.

Die „Aura“ überzeugt den Sammler. Die mysteriöse Kombination aus Materialität und dem geistig-seelischen Potenzial, das einer begehrenswerten Arbeit innewohnt.  

Das „Kunstmuseum Tecklenburg“ eröffnet durch großzügige hochkarätige Leihgaben seltene Einblicke in fünf Privatsammlungen. Teilweise erstmals können die privaten „Schätze“ unterschiedlicher Sammlerpersönlichkeiten aus der Region öffentlich genossen werden. Die Zusammenführung, die jede Sammlung ausschnitthaft in ihrer Essenz abbildet, lässt interessante Zusammenhänge und Kontraste herstellen, es bilden sich neue Allianzen und frische Eindrücke. Allen gemein ist, dass sie über Jahrzehnte hinweg zusammengetragen worden sind, mit ihrem Besitzer gewachsen sind und somit für bestimmte Lebensabschnitte stehen.

Von der Kunst des Sammelns

Jede Sammlung bildet auch immer ein Stück Kunstgeschichte ab. Die in der Ausstellung vertretenen Werke sind Facetten des 20. und 21. Jahrhunderts.